Dortmund hat den Übergang von Kohle und Stahl zu Logistik, Technologie und Dienstleistung so weit vollzogen, dass die frühere Prägung heute vor allem an den Gebäuden ablesbar ist. Ehemalige Werksgelände tragen inzwischen Technologiezentren, Speditionen, Handwerksbetriebe und Forschungseinrichtungen.
Für den Arbeitsschutz ist genau das ein wiederkehrendes Thema. Eine Halle, die für einen anderen Zweck gebaut wurde, bringt Randbedingungen mit, die keine Musterlösung kennt: Deckenhöhen und Kranbahnen, die nicht mehr genutzt werden, Elektroinstallationen aus mehreren Jahrzehnten, Verkehrswege, die um Stützen herum führen, Fluchtwege, die einmal ganz anders verliefen.
In solchen Fällen entscheidet nicht der Katalog, sondern der Blick vor Ort. Eine Gefährdungsbeurteilung, die aus einer Vorlage abgeschrieben ist, geht an einem umgenutzten Bestandsgebäude regelmäßig vorbei — und fällt spätestens dann auf, wenn etwas passiert ist.
Zuständig ist die Bezirksregierung Arnsberg, die neben Dortmund unter anderem auch Bochum und Hagen abdeckt. Unser Sitz liegt in Sandhausen bei Heidelberg; eine Dortmunder Anschrift führen wir nicht, und Vor-Ort-Termine werden entsprechend vorausgeplant.
Gefährdungsbeurteilung in umgenutzten Gebäuden
Wir gehen den Betrieb ab, statt eine Vorlage auszufüllen: Wo laufen Menschen, wo fahren Fahrzeuge, wo hängen Lasten, wo endet ein Fluchtweg an einer Tür, die seit dem Umbau verschlossen ist. Aus diesen Beobachtungen entsteht die Beurteilung, nicht umgekehrt.
Mehr zur GefährdungsbeurteilungBestellte Fachkraft für Dortmunder Betriebe
Die externe Bestellung deckt die gesetzliche Pflicht ab und bringt zugleich eine Sicherheitsfachkraft ins Haus, die regelmäßig durch den Betrieb geht. Der zweite Punkt ist der, an dem der Nutzen entsteht — eine Bestellung ohne Begehung ist ein Blatt Papier.
Mehr zur sicherheitstechnische BetreuungElektroprüfung in gewachsenen Installationen
In Bestandsgebäuden treffen Installationen mehrerer Jahrzehnte aufeinander, häufig ergänzt um Provisorien aus Umbauphasen. Bei der Prüfung der ortsveränderlichen Betriebsmittel fallen solche Stellen auf; wir benennen sie, auch wenn sie streng genommen einen anderen Prüfumfang betreffen.
Mehr zur DGUV-V3-PrüfungRegalanlagen in älteren Hallen
Regale in Bestandshallen sind oft mehrfach umgestellt und erweitert worden. Bei der Inspektion prüfen wir nicht nur Schäden, sondern auch, ob die Belastungsangaben noch zum aktuellen Aufbau passen und überhaupt lesbar angebracht sind.
Mehr zur RegalprüfungTore, Rolltore und Antriebe
Kraftbetätigte Tore aus älteren Baujahren erfüllen die heutigen Anforderungen an Schließkantensicherung und Notentriegelung nicht immer. Die wiederkehrende Prüfung deckt das auf und hält fest, was nachgerüstet gehört.
Mehr zur Tor- und RolltorprüfungBetriebe in Dortmund — neue Nutzung in alten Hallen
Dortmunder Anfragen kommen aus Betrieben, die in Bestandsgebäuden sitzen: Speditionen und Lager auf ehemaligen Werksgeländen, Handwerk in umgenutzten Hallen, Technologiebetriebe in Gebäuden, die für etwas anderes gebaut wurden. Dazu Gebäudedienstleister und Handel.
Ein umgenutztes Gebäude bringt Randbedingungen mit, die kein Musterdokument kennt. Kranbahnen, die nicht mehr genutzt werden, aber noch hängen. Elektroinstallationen aus mehreren Jahrzehnten übereinander. Verkehrswege, die um Stützen herumführen. Fluchtwege, die einmal ganz anders verliefen und deren Türen seit dem Umbau verschlossen sind.
Deshalb ist hier die Begehung wichtiger als die Vorlage. Was ein Betrieb in einer solchen Halle braucht, lässt sich nicht am Schreibtisch bestimmen — es zeigt sich beim Abgehen, und zwar meistens innerhalb der ersten halben Stunde.
Zuständige Arbeitsschutzbehörde für Dortmund
Bezirksregierung Arnsberg
Seibertzstraße 1, 59821 Arnsberg
Quelle: LASI: Adressen der für den Arbeitsschutz zuständigen staatlichen Behörden (Stand 23.01.2026). Wir geben die amtliche Angabe wieder und ersetzen keine Auskunft der Behörde.
Häufige Fragen aus Dortmund
- Wir haben eine alte Halle übernommen. Womit fangen wir an?
- Mit einer Begehung und der Gefährdungsbeurteilung. Erst danach lässt sich seriös sagen, welche Prüfungen anstehen und was baulich oder organisatorisch vorgezogen werden sollte. Alles andere wäre geraten.
- Welche Aufsichtsbehörde gilt für Dortmund?
- Die Bezirksregierung Arnsberg, Seibertzstraße 1. Sie ist für den gesamten Regierungsbezirk zuständig, zu dem neben Dortmund unter anderem Bochum, Hagen und der Hochsauerlandkreis gehören.
- Prüft ihr auch die feste Elektroinstallation des Gebäudes?
- Unser Schwerpunkt sind die ortsveränderlichen Betriebsmittel und Maschinen. Ortsfeste Anlagen größerer Bauart gehören in die Hand eines Elektrofachbetriebs mit entsprechender Ausstattung; wir sagen offen, wo unsere Prüfung endet.
- Wie oft seid ihr in Dortmund?
- So oft, wie die vereinbarte Betreuung es vorsieht — geplant und gebündelt. Die Entfernung ab Sandhausen liegt bei rund drei Fahrstunden, deshalb legen wir Begehung und anstehende Prüfungen möglichst auf denselben Einsatz.
- Was kostet die Arbeitssicherheit in Dortmund?
- Bis 20 Beschäftigte pauschal ab 37,50 € im Monat, darüber nach Betreuungsgruppe und Mitarbeiterzahl. Einsätze in Dortmund kommen mit Anfahrtspauschale — sie steht im Angebot ausgewiesen, nicht im Kleingedruckten.
- Gibt es bei euch auch einen Betriebsarzt für Dortmund?
- Ja, die arbeitsmedizinische Betreuung gehört zum Paket und läuft mit der sicherheitstechnischen aus einer Hand. Für Betriebe in Bestandsgebäuden heißt das: ein Termin, bei dem Begehung und Vorsorgeplanung zusammenfallen, statt zwei getrennter Anläufe.
- Woran erkennt man, ob Regale noch zum Aufbau passen?
- An der Belastungsangabe. Sie muss zum tatsächlichen Aufbau passen und lesbar angebracht sein. Nach mehreren Umstellungen stimmt sie häufig nicht mehr — das prüfen wir bei der Inspektion ausdrücklich mit.


























